Start » Blog: The Empowerment Edit » Selbstliebe im Alltag » Nett sein macht müde – warum Du Dich dabei selbst verlierst

Nett sein macht müde – warum Du Dich dabei selbst verlierst

Nett sein macht müde

Inhalt

Nett sein macht müde – warum Du Dich dabei selbst verlierst

Viele Frauen sind müde.
Ich meine nicht die Art von müde, die mit ein bisschen Schlaf zu beheben wäre, sondern diese tiefe Erschöpfung, die entsteht, wenn Du ständig Rücksicht nimmst. Mitdenkst. Dich anpasst. Schluckst. Immer weiter und weiter funktionierst.

Nett sein gilt als Tugend. Als etwas, das sich gehört als Frau. Nett aussehen, nett sprechen, nett handeln. Dabei wird selten gefragt, was das kostet.

Für viele Frauen ist Nettsein keine freie Entscheidung. Es ist eine Überlebensstrategie. Eine Art, sich sicher zu fühlen. Gemocht zu werden. Konflikten aus dem Weg zu gehen. Das kann lange funktionieren, bis irgendwann nichts mehr geht.

Was bleibt, ist Erschöpfung und das Gefühl, sich selbst irgendwo unterwegs verloren zu haben. Vielleicht sogar gar nicht erst kennengelernt zu haben. Weil kein Raum dafür da war. Weil es vermeintlich Wichtigeres als die eigenen Befindlichkeiten gab. Weil Du es Dir nie erlaubt hast.

Wie früh wir lernen, uns zurückzunehmen

Die meisten von uns lernen sehr früh, was von ihnen erwartet wird.
Sei lieb. Sei leise. Sei verständnisvoll. Stell Dich nicht so an.

Unsere sogenannte sanfte Weiblichkeit soll für Harmonie sorgen. Das wird schon von kleinen Mädchen eingefordert. Mädchen werden für Anpassung gelobt. Für Rücksicht. Fürs Kümmern. Widerstand wird selten gefeiert. Wut schon gar nicht. Sie gilt als unweiblich, unangenehm, übertrieben.

Also lernen wir, uns zurückzunehmen. Unsere Bedürfnisse. Unsere Grenzen. Unsere Impulse. Dieses Verhalten verschwindet nicht einfach, nur weil wir erwachsen werden. Es begleitet uns weiter. In Beziehungen. Im Beruf. In Freundschaften. Und natürlich im Umgang mit uns selbst.

Nett sein kostet Kraft – jeden einzelnen Tag

Ständig nett zu sein ist Arbeit.
Emotionale Arbeit.

Du spürst Spannungen, bevor sie ausgesprochen werden. Du versuchst, es allen recht zu machen. Du übernimmst Verantwortung für Stimmungen, die nicht Deine sind. Du erklärst Dich, statt klar zu sein. Und suchst den Fehler oft zuerst bei Dir.

Viele Frauen merken lange nicht, warum sie so erschöpft sind. Sie funktionieren doch. Alles läuft. Und trotzdem fehlt Energie. Freude. Leichtigkeit.

Diese Erschöpfung ist kein persönliches Versagen. Sie ist die logische Folge von Daueranpassung. Von ständiger Selbstkontrolle. Vom dauerhaften Ignorieren der eigenen Bedürfnisse.

Wut ist nicht das Problem – sondern wohin sie geht

Wut ist eine kraftvolle Emotion. Sie zeigt, dass etwas nicht stimmt. Dass eine Grenze überschritten wurde. Dass etwas geändert werden muss.

Männer dürfen wütend sein. Das gilt als Durchsetzungskraft. Als Stärke.
Frauen gelten schnell als hysterisch, zickig, übertrieben oder schwierig.

Also lernen viele Frauen, ihre Wut zu unterdrücken. Sie nicht zu zeigen. Sie wegzulächeln. Sie umzuleiten.

Wut verschwindet dadurch aber nicht. Sie sucht sich einen anderen Weg.
Vielleicht, indem wir passiv aggressiv sticheln. Oder über andere, die es wagen, unsere Träume zu leben, lästern statt sie zu feiern. Oft aber richtet sich die Wut nach innen. Gegen den eigenen Körper. Gegen die eigene Person.

Aus Wut wird Selbstkritik. Schuld. Erschöpfung. Dabei ist Wut keine Gefahr. Sie wird erst problematisch, wenn sie keinen Ausdruck finden darf.

Wenn Frauen ihre Kraft gegen sich selbst richten

Viele Frauen sind unglaublich diszipliniert. Perfektionistisch. Leistungsbereit. Kontrolliert. All das sieht nach Stärke aus. Und ist oft das Ergebnis von unterdrückter Kraft. Von Energie, die keinen Platz bekommt, nach außen zu wirken.

Statt Grenzen zu setzen, setzen wir uns selbst unter Druck.
Statt Nein zu sagen, versuchen wir, es besser zu machen.
Statt unbequem zu sein, werden wir noch angepasster.

Das kostet Kraft. Und entfernt uns immer weiter von uns selbst.

Wenn Wut einen Ausdruck bekommt

Wut darf laut sein.
Sie darf zerstören, was Dir nicht guttut.
Sie muss niemanden angreifen, aber sie darf klar geäußert werden.

Manchmal reicht es schon, ihr einen Platz zu geben.

Nicht nett sein zu müssen kann heißen:

  • Ich mache jetzt etwas für mich.
  • Ich sage Nein zu einer Verabredung, wenn ich lieber allein sein will.
  • Ich biete nicht automatisch meine Hilfe an, nur weil es erwartet wird.
  • Ich gönne mir etwas nur für mich.
  • Ich buche ein Shooting, in dem es um meine Bedürfnisse geht.
  • Ich nehme mir Raum, ohne ihn zu rechtfertigen.

Im Empowerment Shooting kann es ganz unterschiedlich aussehen, wenn Wut Raum bekommt. Für manche Frauen ist es befreiend, einmal zu schreien. Laut zu sein. Den Körper zu spüren. Für andere ist es ein stiller, klarer Moment. Ein Blick, der nichts erklärt. Eine Haltung, die sagt: Bis hierhin und nicht weiter.

Manche zeigen den Mittelfinger. Manche tragen ein Statement Outfit. Etwas, von dem sie wissen, dass es anecken könnte. Weil sie sich darin wohlfühlen, egal was das Umfeld denkt. Ich habe zum Beispiel Ohrringe mit der Aufschrift „Fuck off“ im Studio. So plakativ muss es nicht sein. Darf es aber.

Ein Shooting als Ort für Klarheit und Grenzen

Wut kann Kraft geben.
Sie kann antreiben.
Sie kann helfen, Missstände zu erkennen und zu verändern.

Vor allem aber hilft sie, Grenzen zu spüren.

Viele Frauen sind wütend, ohne es zu merken. Sie sind gereizt, erschöpft, innerlich angespannt. Nicht, weil sie falsch sind, sondern weil sie zu lange über ihre eigenen Grenzen gegangen sind.

Wenn Wut gegen Dich selbst gerichtet ist, hält sie Dich fest.
Wenn sie einen Ausdruck bekommt, kann sie Dich in Bewegung bringen.

Im Shooting bedeutet das: Du entscheidest.
Du lässt Dir nicht reinreden.
Du musst niemandem gefallen.

Ein Shooting bei mir ist kein Ort, an dem Du funktionieren musst.
Du darfst sein, wie und wer Du möchtest.
Still und laut.
Klar und verspielt.

Es ist ein Raum, in dem Du ausprobieren darfst.
Ohne Bewertung.
Ohne Erwartung.

Hier darf Wut da sein, wenn sie da ist.
Hier darf Ruhe da sein, wenn das gerade stimmig ist.
Hier darfst Du Seiten zeigen, die im Alltag wenig Platz haben.

Nicht, weil Du jemand anderes werden sollst, sondern weil Du Dir selbst näher kommst.

Wenn Du aufhörst, Dich ständig zurückzunehmen

Falls Dich dieser Text erleichtert hat, dann nicht, weil er Dir etwas Neues beigebracht hat, sondern weil er etwas benannt hat, das Du vielleicht schon lange spürst.

Du musst nicht aufhören, freundlich zu sein.
Aber Du darfst aufhören, Dich selbst dabei zu verlieren.

Grenzen setzen ist kein Angriff. Es ist Selbstschutz. Und oft der erste Schritt, um aus dem Kreislauf aus Anpassung und Erschöpfung auszusteigen.

Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einem großen Schritt, sondern mit einer Entscheidung.
Dir Raum zu nehmen.
Dir zuzuhören.
Und Dich ernst zu nehmen.

Wenn Du spürst, dass Du genau das gerade brauchst, buch Dir einen kostenlosen Kennenlerntermin mit mir. Wir sprechen in Ruhe darüber, ob ein Empowerment Shooting für Dich gerade das ist, was Du brauchst.

Ohne Druck.
Ohne Verpflichtung.Nicht nett sein kann auch heißen:
Jetzt bin ich dran!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ähnliche Artikel

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner